Inflationsrate in Bayern im Oktober bei 2,7 Prozent

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Stärkster Anstieg seit September 2008

Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,7 Prozent gestiegen. Zuletzt hatte die Inflationsrate im September 2008 (+ 3,0 Prozent) höher gelegen. Kräftige Preissteigerungen sind weiterhin im Energiesektor zu beobachten. So liegen die Preise für Heizöl (+ 25,2 Prozent) sowie Kraftstoffe (+ 14,1 Prozent), aber auch für Strom (+ 6,6 Prozent) und Gas (+ 7,9 Prozent) deutlich über ihrem Vorjahresniveau.

Wie schon in den Vormonaten waren unter den Nahrungsmitteln insbesondere Butter (+ 11,3 Prozent) und Margarine (26,3 Prozent) spürbar teurer als im Vorjahr, während sich Gemüse binnen Jahresfrist deutlich verbilligte (- 9,8 Prozent). - Im Vormonatsvergleich haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,3 Prozent erhöht. Gas verteuerte sich um 3,0 und Heizöl um 1,5 Prozent. Ein leichter Preisrückgang war bei Kraftstoffen (- 0,6 Prozent) zu beobachten; auch Gemüse (- 2,3 Prozent) verbilligte sich gegenüber dem Vormonat.

Grafische Darstellung der Inflationsrate in Bayern von Mai 2010 bis Oktober 2011

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag in Bayern die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Oktober bei + 2,7 Prozent; im vorangegangenen September hatte sie + 2,5 Prozent betragen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, wäre der Verbraucherpreisindex im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 2,6 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich stark sind, wie schon in den vorangegangenen Monaten, die Preise für Speisefette und -öle (+ 16,2 Prozent) gestiegen, wobei Butter um 11,3 und Margarine um 26,3 Prozent teurer waren als im Oktober des Vorjahres. Spürbare Preiserhöhungen waren auch bei Kaffee (+ 18,4 Prozent) zu beobachten. Überdurchschnittlich sind auch die Preise für Brot und Getrei-deerzeugnisse (+ 4,6 Prozent) gestiegen, während Gemüse (- 9,8 Prozent) deutlich günstiger war als im Vorjahr.

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 25,2 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 14,1 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 7,9 Prozent zu verzeichnen; Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Oktober des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,2 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Oktober auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Fernsehgeräte (- 11,7 Prozent), Notebooks (- 21,4 Prozent), Personalcomputer (- 17,6 Prozent) und digitale Kameras (- 14,0 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,3 Prozent erhöht. Dabei verteuerte sich Gas um 3,0 und Heizöl um 1,5 Prozent. Ein leichter Preisrückgang war bei Kraftstoffen (- 0,6 Prozent) zu beobachten; auch Gemüse (- 2,3 Prozent) verbilligte sich gegenüber dem Vormonat.


Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - PM vom 27.10.2011

   
   
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