Inflationsrate in Bayern im September bei 2,5 Prozent

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Erneut deutlicher Preisanstieg bei Heizöl

Im Vergleich zum September des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,5 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate hat sich damit wieder erhöht; im vorangegangenen August hatte sie bei 2,2 Prozent gelegen. Kräftige Preissteigerungen sind weiterhin im Energiesektor zu beobachten. So liegen die Preise für Heizöl (+ 23,9 Prozent) sowie Kraftstoffe (+ 15,0 Prozent), aber auch für Strom (+ 7,0 Prozent) und Gas (+ 4,7 Prozent) deutlich über ihrem Vorjahresniveau.

Spürbar teurer als im Vorjahr waren unter den Nahrungsmitteln insbesondere Butter (+ 10,6 Prozent) und Margarine (+ 21,6 Prozent), während sich Gemüse binnen Jahresfrist deutlich verbilligte (- 9,7 Prozent). - Im Vormonatsvergleich blieben die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt unverändert. Ein deutlicher Preisanstieg war bei Heizöl (+ 4,4 Prozent) zu beobachten; Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber dem Vormonat um 3,2 Prozent. Saisonbedingt gingen hingegen die Preise für Pauschalreisen (- 8,8 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (- 10,9 Prozent) spürbar zurück.

Grafische Darstellung der Inflationsrate in Bayern von April 2010 bis September 2011

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag in Bayern die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im September bei + 2,5 Prozent; im vorangegangenen August hatte sie + 2,2 Prozent betragen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, wäre der Verbraucherpreisindex im September gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem September des Vorjahres um 2,2 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich stark sind - wie schon im August - die Preise für Speisefette und -öle (+ 14,6 Prozent) gestiegen, wobei Butter um 10,6 und Margarine um 21,6 Prozent teurer waren als im September des Vorjahres. Spürbare Preiserhöhungen waren auch bei Kaffee (+ 21,3 Prozent) zu beobachten. Günstiger als im Vorjahr waren hingegen Obst (- 1,6 Prozent) und insbesondere Gemüse (- 9,7 Prozent).

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem September des Vorjahres um 23,9 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 15,0 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 4,7 Prozent zu verzeichnen. Stärker stiegen die Strompreise, im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sie sich um 7,0 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem September des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,3 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im September auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Fernsehgeräte (- 12,3 Prozent), Notebooks (- 19,8 Prozent), Personalcomputer (- 15,5 Prozent) und digitale Kameras (- 12,2 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt nicht verändert. Erneut verteuert haben sich Kraftstoffe (+ 3,2 Prozent) und Heizöl (+ 4,4 Prozent). Nach Auslaufen der Schlussverkäufe und der Sortimentsumstellung auf Herbst- und Wintermode sind die Preise für Bekleidungsartikel gegenüber dem Vormonat um 4,5 Prozent gestiegen. Saisonbedingt gingen hingegen die Preise für Pauschalreisen (- 8,8 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (- 10,9 Prozent) spürbar zurück.


Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - PM vom 28.09.2011

   
   
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