Inflationsrate in Bayern im August bei 2,2 Prozent

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Saisonbedingt Preisrückgänge bei Gemüse

Im Vergleich zum August des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,2 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate hat sich damit wieder leicht abgeschwächt; im vorangegangenen Juli hatte sie bei 2,3 Prozent gelegen. Kräftige Preissteigerungen sind weiterhin im Energiesektor zu beobachten. So liegen die Preise für Heizöl (+ 21,1 Prozent) sowie Kraftstoffe (+ 11,0 Prozent), aber auch für Strom (+ 7,0 Prozent) und Gas (+ 4,7 Prozent) deutlich über ihrem Vorjahresniveau.

Teurer als im Vorjahr waren aber auch Speisefette und -öle (+ 13,5 Prozent); wobei sich insbe-sondere die Preise für Butter (+ 9,3 Prozent) und Margarine (+ 19,0 Prozent) spürbar erhöhten. Obst (- 1,9 Prozent) und Gemüse (- 5,7 Prozent) waren hingegen billiger als im Vorjahr. - Im Vormonatsvergleich blieben die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt unverändert. Dabei haben sich nach Auslaufen des Schlussverkaufs Bekleidungsartikel (+ 3,8 Prozent) wieder verteuert, während Obst (- 2,9 Prozent) und Gemüse (- 9,0 Prozent) saisonbedingt deutlich billiger waren als im Vormonat. Leichte Preisrückgänge waren auch bei Kraftstoffen (- 1,4 Prozent) und Heizöl (- 3,1 Prozent) zu beobachten.

Verbraucherindex für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag in Bayern die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im August bei + 2,2 Prozent; im vorangegangenen Juli hatte sie + 2,3 Prozent betragen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, wäre der Verbraucherpreisindex im August gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem August des Vorjahres um 2,5 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich stark sind die Preise für Speisefette und -öle (+ 13,5 Prozent) gestiegen, wobei Butter um 9,3 und Margarine um 19,0 Prozent teurer waren als im August des Vorjahres. Spürbare Preiserhöhungen waren auch bei Kaffee (+ 18,5 Prozent) zu beobachten. Günstiger als im Vorjahr waren hingegen Obst (- 1,9 Prozent) und Gemüse (- 5,7 Prozent).

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem August des Vorjahres um 21,1 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 11,0 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 4,7 Prozent zu verzeichnen. Stärker stiegen die Strompreise, im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sie sich um 7,0 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem August des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,3 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im August auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Fernsehgeräte (- 15,0 Prozent), Notebooks (- 16,2 Prozent) und digitale Kameras (- 10,7 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt nicht verändert. Nach Beendigung des Schlussverkaufs sind die Preise für Bekleidungsartikel (+ 3,8 Prozent) im August wieder gestiegen, während Obst (- 2,9 Prozent) und Gemüse (- 9,0 Prozent) saisonbedingt deutlich billiger geworden sind. Auch bei Kraftstoffen (- 1,4 Prozent) und Heizöl (- 3,1 Prozent) waren Preisrückgänge zu beobachten.


Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - PM vom 29.08.2011

   
   
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