Inflationsrate in Bayern im Januar bei 2,0 Prozent

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Höchste Rate seit Oktober 2008; Strom wird deutlich teurer

Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,0 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2008. Besonders kräftig haben sich die Energiepreise erhöht. So liegen die Preise für Heizöl (+ 23,3 Prozent) sowie Kraftstoffe (+ 10,3 Prozent), aber auch für Strom (+ 7,2 Prozent) und Gas (+ 3,8 Prozent) deutlich über ihrem Vorjahresniveau. Auch Nahrungsmittel (+ 3,4 Prozent) haben sich überdurchschnittlich verteuert.

Im Vormonatsvergleich ist der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent zurückgegangen. Saisonbedingt sind dabei Pauschalreisen (- 16,3 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (- 14,1 Prozent) wieder deutlich billiger geworden. Wegen der beginnenden Winterschlussverkäufe waren auch bei Bekleidungsartikeln (- 5,3 Prozent) kräftige Preisrückgänge zu beobachten. Demgegenüber sind die Preise für Strom (+ 5,4 Prozent) im Januar spürbar gestiegen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Januar bei + 2,0 Prozent; im vorangegangenen Dezember hatte sie + 1,6 Prozent betragen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, wäre der Verbraucherpreisindex im Januar gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Januar des Vorjahres um 3,4 Prozent erhöht. Besonders kräftig sind die Preise für Gemüse (+ 8,3 Prozent) und Obst (+ 8,6 Prozent) gestiegen. Butter hat sich im Durchschnitt um 5,2 Prozent verteuert. Vergleichsweise moderat verlief hingegen die Preisentwicklung bei Fleisch und Fleischwaren (+ 1,1 Prozent) sowie bei Fisch und Fischwaren (+ 2,0 Prozent). Brot und Getreideerzeugnisse waren 2,4 Prozent teurer als im Januar des Vorjahres.

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Januar des Vorjahres um 23,3 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 10,3 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 3,8 Prozent zu verzeichnen. Stärker stiegen die Strompreise: im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sie sich um 7,2 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Januar des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,5 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Januar auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Fernsehgeräte (- 20,2 Prozent), digitale Kameras (- 12,6 Prozent) und Notebooks (- 11,9 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vormonatsvergleich sind die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,3 Prozent zurückgegangen. Saisonbedingt haben sich dabei Pauschalreisen (- 16,3 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (- 14,1 Prozent) stark verbilligt. Insbesondere wegen der beginnenden Winterschlussverkäufe waren aber auch Bekleidungsartikel (- 5,3 Prozent) deutlich günstiger als im Vormonat. Demgegenüber hat sich im Januar Strom (+ 5,4 Prozent) spürbar verteuert.


Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - PM vom 27.01.2011

   
   
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