Koordinierungsgruppe Autobahn - Unterfranken

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Vorbereitungen zur Sicherung des Verkehrs auf den Bundesautobahnen bei Wintereinbruch sind getroffen - Regierung von Unterfranken rät zum umgehenden Wechsel auf Winterbereifung

Würzburg – Auch in diesem Winter ist Unterfranken dank des Katastrophenschutz-Sonderplanes „Autobahn“ auf besonders kritische Verkehrssituationen bei winterlichen Witterungsverhältnissen vorbereitet. Die 2002 durch das Bayerische Staatsministerium des Innern ins Leben gerufene „Koordinationsgruppe Autobahn - Unterfranken“ hat bei ihrer diesjährigen Winterdienstbesprechung Mitte Oktober diesen Katastrophenschutz-Sonderplan aktualisiert und weiter verbessert.

Die Einsatzplanungen sind zwischen Vertretern der Regierung von Unterfranken, der Autobahndirektion Nordbayern und dem Polizeipräsidium Unterfranken abgestimmt. Das im vergangenen Jahr neu erarbeitete Konzept zur „Bewältigung von kritischen Wetterlagen“ des Polizeipräsidiums Unterfranken hat sich im Winterhalbjahr 2010/2011 bestens bewährt. Maßgebenden Anteil hatten hierbei auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes.

Bereits seit dem Jahr 2007 wird das gesamte Streckennetz der Bundesautobahnen (BAB) in Unterfranken durch den Katastrophenschutz-Sonderplan erfasst. Somit ist die Sicherheit auf allen unterfränkischen Autobahnabschnitten gewährleistet.

Die "Koordinierungsgruppe Autobahn - Unterfranken" ist zuständig für die Koordination aller Maßnahmen, die sich aus dem Katastrophenschutz-Sonderplan „Autobahn“ ergeben. Entscheidende Bedeutung kommt hierbei der frühzeitigen Kontaktaufnahme und Absprache zwischen der Regierung von Unterfranken und dem Polizeipräsidium Unterfranken sowie der Dienststelle Würzburg der Autobahndirektion Nordbayern zu. Eine besonders große Rolle spielen die präventiven Maßnahmen, vor allem die Verkehrsdurchsagen, die amtlichen Gefahrenmeldungen und die Warnhinweise per Rundfunk. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte diese besonders beachten. Es können Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Überholverbote angeordnet werden, die es unbedingt zu befolgen gilt. Auch Fahrstreifensperrungen und Sonderregelungen dienen der Verkehrssicherheit. Für den Ereignisfall sind Notzufahrten zu den Autobahnen, insbesondere in Baustellenbereichen, vorgeplant, über welche die Verkehrsteilnehmer bei Bedarf durch die Hilfsorganisationen mit warmen Getränken und Decken versorgt werden können. Selbst Notunterkünfte stehen bei den Kreisverwaltungsbehörden zur Verfügung.

Um einen reibungslosen Einsatzablauf sicherzustellen, arbeiten alle Beteiligten, wie Autobahndirektion Nordbayern, Polizei, Feuerwehr, THW, Hilfsorganisationen (BRK, MHD, JUH und ASB), die Bergungs- und Abschleppunternehmen und bei Bedarf auch die Bundeswehr eng mit den örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörden und der Regierung zusammen.

An dieser Stelle noch ein Appell: Verkehrsunfälle könnten häufig vermieden werden, wenn alle Beteiligten mit Winter- anstatt Sommerreifen unterwegs sind und eine angepasste Geschwindigkeit einhalten. Es ist also notwendig, spätestens ab jetzt eine angemessene Bereifung aufzuziehen. Die Ausrüstung mit Winterreifen wird allen Verkehrsteilnehmern schon in deren eigenem Interesse dringend empfohlen! Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte besteht Winterreifenpflicht. Besonders Unternehmer und Spediteure sollten ihren Fuhrpark auch rechtzeitig mit Schneeketten ausstatten. Wenn möglich, sollten Verkehrsteilnehmer bei extremen winterlichen Straßenverhältnissen Autofahrten vermeiden; falls dies nicht möglich ist, sollte sich jeder auf die schlechten Witterungsverhältnisse vorbereiten und ausreichenden Treibstoff, warme Kleidung, Notverpflegung und eventuell Decken im Auto bereithalten.

Der Schwerlastverkehr wird gebeten, bei extremen winterlichen Witterungsbedingungen die linke Fahrspur unbedingt für Räum- und Streufahrzeuge frei zu halten.

Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der BAB A 3 zwischen Aschaffenburg und dem Biebelrieder Kreuz ist insbesondere in den Bereichen „Kauppenabstieg“ und Spessart“ mit Störungen bei extremer Winterwitterung zu rechnen. Weiterhin sind die Bereiche „Rhön“ auf den Bundesautobahnen A 7 und A 71 besonders kritisch und sollten bei extremen Winterverhältnissen möglichst gemieden werden. Die Regierung von Unterfranken hat gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Unterfranken und der Autobahndirektion Nordbayern diesen Streckenabschnitten besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Flächendeckend stehen für besonders kritische Verkehrslagen im Winter insbesondere das Technische Hilfswerk und die Feuerwehren auf Anforderung bereit, um schon frühzeitig liegengebliebene LKW anzuschleppen und so für den Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer möglichst bald wieder freie Fahrbahnen zu schaffen.


Regierung von Unterfranken - PM vom 14.11.2011

   
   
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