Arbeitsschutz - OHRIS-Projekt

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Arbeitsministerin Haderthauer: Ganzheitlicher Arbeitsschutz zahlt sich aus - Freistaat setzt OHRIS-Projekt fort

"In systematischen Arbeitsschutz investieren heißt großes Leid für die Betroffenen vermeiden und gleichzeitig Unternehmer vor überflüssigen Kosten bewahren. Ich forciere deshalb die Einführung des Arbeitsschutzmanagementsystem-Konzepts OHRIS (Occupational Health- and Risk Managementsystem), ein Gesamtkonzept, mit dessen Hilfe die Zahl der Arbeitsunfälle maßgeblich gesenkt und die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten nachhaltig verbessert wird.

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten für die Einführung auch künftig 5.000 Euro Zuschuss, kostenlose Beratung sowie Prüfung des Systems durch die Gewerbeaufsichtsämter", betonte Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer heute in München.

Die Anwender von OHRIS verzeichneten 2007 deutlich weniger Unfälle. "Bei OHRIS-Anwendern aus der chemischen Industrie liegt die durchschnittliche Unfallrate mit 2,6 meldepflichtigen Unfällen pro 1000 Beschäftigten im Jahr weit unter dem Durchschnitt von 15. Metall-Betriebe mit OHRIS haben eine Unfallquote von 7,2 im Vergleich zu 44, Betriebe der Feinmechanik- und Elektrobranche mit OHRIS von 5,9 im Vergleich zu 19 im Branchendurchschnitt. Auch die Zahl der nicht unfallbedingten Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr ist bei den OHRIS-Betrieben mit etwa 8,8 Tagen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von etwa 12,4 Tagen deutlich niedriger", erklärte Haderthauer und rief Betriebe auf, das Arbeitsschutzmanagementsystem OHRIS einzuführen. "Unternehmen erreichen damit nicht nur eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes, sondern auch einen deutlichen Imagegewinn. Denn Verbraucher achten bei Kaufentscheidungen immer mehr darauf, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten eines Unternehmens stimmen. Daneben ist ein vorbildliches Arbeitsschutzmanagementsystem auch im Wettbewerb um die besten Fachkräfte von großem Vorteil", so die Ministerin abschließend.


Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen - PM vom 11.02.2009

   
   
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