Wiederaufbau des Pompejanums in Aschaffenburg

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Fantastische Einblicke in antikes Leben und antike Kultur

„Der Wiederaufbau des historischen Pompejanums in Aschaffenburg ist abgeschlossen. Besucher des Pompejanums können sich nun auf fantastische Einblicke in antikes Leben und antike Kultur freuen - ganz im Sinne seines Bauherrn Ludwig I.“, stellte Finanzminister Georg Fahrenschon anlässlich der Beendigung der Restaurierungsarbeiten der Schlösserverwaltung im „Zimmer der Hausfrau“ und der Eröffnung der Sonderausstellung „Herakles - Herkules“ der Staatlichen Antikensammlungen am Freitag (3.4.) im Pompejanum in Aschaffenburg fest.

Das Pompejanum ist der Nachbau des so genannten „Hauses des Castor und Pollux“ in Pompeji. Dieser Ort und damit auch dieses Haus wurden vor 1.930 Jahren, am 24. August 79 n. Chr., Opfer einer gewaltigen Naturkatastrophe, als der Vesuv ausbrach. Erst im Jahr 1748 wurde mit systematischen Ausgrabungen begonnen. Zu den von der Antike begeisterten Reisenden, die dorthin pilgerten, gehörte neben Goethe auch der bayerische Kronprinz und spätere König Ludwig I. Der kunstsinnige Herrscher begann eine bedeutende Sammlung antiker Skulpturen und Vasen zusammenzutragen, für die er später in München die Glyptothek erbauen ließ. Seine Idee, ein pompejanisches Haus in Bayern nachzubauen, wurde nach den Worten von Fahrenschon vermutlich 1839 geboren, als der König in Begleitung seines Architekten Friedrich von Gärtner über Rom und Pompeji nach Sizilien reiste. Den idealen Bauplatz fand er dann in Aschaffenburg. Dabei entwarf Gärtner für das Pompejanum eine Art Idealtypus eines römischen Stadthauses. Dieser sollte nicht zum Wohnen dienen, sondern als Besichtigungsobjekt zeigen, wie die Innenräume eines römischen Wohnhauses angeordnet waren, welche farbenprächtigen Wandmalereien und Ausstattungsstücke sie schmückten.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen - PM vom 03.04.2009

   
   
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