Die Ausweisung und Erschließung von Neubaugebieten förderte die Entwicklung Eisingens von einer ehemals rein landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem bekannten und beliebten Wohnort im Landkreis Würzburg. Das sportliche, kulturelle und gesellige Leben in Eisingen wird von über 30 Vereinen, Verbänden und Gruppen gefördert und gestaltet.
Den Wohnwert Eisingens bestimmen viele Faktoren, wie beispielsweise die Lage unweit zu den großen Staatswaldgebieten, dem Guttenberger Forst im Osten und dem Irtenberger Forst im Südwesten als wichtige Naherholungsbereiche, die günstige Verkehrslage durch die Nähe zu den Autobahnanschlussstellen der A 3 bei Kist und Helmstadt, sowie zur A 81 bei Gerchsheim, eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die Tatsache, dass am Ort alle wichtigen Einrichtungen zum Wohnen und Leben vorhanden sind, bis hin zu einem vielseitigen Sport- und Freizeitangebot der Vereine und einem regen kirchlichen Leben der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden.
Als vorteilhaft wird auch die Höhenlage Eisingens zwischen 330 und 350 m über dem Meeresspiegel empfunden, was den Luftaustausch begünstigt. Von den Höhen um Eisingen kann man bei klarem Wetter bis in den Spessart und in die Vorderrhön blicken.
Zu Eisingen zählt auch der Weiler Erbachshof im östlichen Gemarkungsgebiet liegend, ein ehemaliges landwirtschaftliches Hofgut, das Ausgangspunkt für die Besiedlung Eisingens gewesen sein dürfte, was aus einer Urkunde des Bischofs Burkard von Würzburg aus dem Jahre 748 hervorgeht. Bei der Freilegung eines fränkischen Reihengräberfeldes am nördlichen Ortsrand der Gemeinde wurde eine fränkische Siedlung einwandfrei in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts nach Christus datiert. Die Gemeinde Eisingen selbst stand mehrere Jahrhunderte unter der Herrschaft des Ritterstifts St. Burkard, Würzburg.
Weit über die Grenzen des Großraums Würzburgs hinaus wurde Eisingen bekannt durch das St. Josefs-Stift für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, das von 1968 - 1971 errichtet wurde. In dieser Einrichtung leben rund 380 behinderte Personen, die soweit möglich am örtlichen und geselligen Leben in Eisingen teilnehmen und von den Einwohnern Eisingens angenommen sind. Das St. Josefs-Stift hat für Eisingen zentrale Bedeutung, ist es doch nicht nur eine der größten Behinderteneinrichtungen in Bayern, sondern auch Arbeitgeber für mehr als 400 Beschäftigte, darunter viele aus Eisingen.
Die Geschichte des St. Josefs-Stifts ist ganz besonders mit einer Person verbunden: Pfarrer Robert Kümmert (1909-1991), langjähriger Caritasdirektor in Würzburg. Auf die Initiative einer Mutter verschrieb er sich in den 1960er Jahren der Idee, für Menschen mit Behinderung einen Lebensort zu schaffen, der ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Mit viel Tatkraft und Energie baute er den Verein und die Einrichtung auf. Zwischen 1970 und 1972 entstanden nach Plänen des Architekturbüros Gründel & Kurz (Würzburg) die Gebäude der Zentraleinrichtung in Eisingen. 1984 bis 1986 kam die Kirche, das heutige Wahrzeichen des Stifts, dazu.
Die Jugendstiftung Hans-Georg Noack: Das literarische Werk des Jugendbuchautors Hans-Georg Noack war und ist dem solidarischen Zusammenleben der Menschen, dem Schutz von Minderheiten, dem Verständnis für Randgruppen und Außenseiter, dem Gedanken der Mitverantwortung aller für die Wahrung der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechte jedes Menschen gewidmet. Die anläßlich des 70. Geburtstages des Autors errichtete Stiftung soll eine praktische Weiterführung dieses literarischen Wirkens sein und die selben Ziele auf einer anderen Ebene verfolgen.
Hans-Georg Noack wurde im Februar 1926 in Burg (bei Magdeburg) geboren. Er lebte viele Jahre in Eisingen und starb im November 2005 im Alter von 79 Jahren in Würzburg.
Eisingen hat eine als allgemein gut bezeichnete Infrastruktur,
welche gekennzeichnet ist durch:
eine Grundschule mit Mittagsbetreuung
ein Jugendzentrum (Juz)
einen fünfgruppigen Kindergarten
eine Krabbelstube
einen praktischen Arzt
eine Zahnärztin
eine Apotheke
zwei Zweigstellen von Geldinstituten
zwei größere Lebensmittelmärkte und
verschiedene andere Geschäfte für Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs
eine Metzgerei
einen Partyservice
Freizeit- und Sportanlagen der örtlichen Vereine und der Gemeinde, insbesondere drei Spielflächen für Fußball, eine Allwettersportanlage, zwei Tennisplätze, eine Mehrzweckhalle (Erbach-Halle), eine Schulsporthalle, ein Schützenhaus, eine Reithalle mit Reitsportanlage.
Das sportliche, kulturelle und gesellige Leben in Eisingen wird von über 30 Vereinen, Verbänden und Gruppen gefördert und gestaltet. Größter Verein ist der TSV Eisingen.
Herausragend im örtlichen Festreigen ist jedes Jahr das Eisinger Backhäuslesfest, ein weit über die Grenzen Eisingens hinaus bekanntes Heimat- und Dorffest, bei dem in den alten Steinbacköfen Brot und Blaatz gebacken wird.
Es herrscht nicht zuletzt in Eisingen auch ein reges kirchliches Leben durch die katholische und evangelische Kirchengemeinde, für etwa 2.500 katholische Christen, und für etwa 550 evangelische Christen.
In der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus befindet sich das von dem berühmten Würzburger Bildhauer und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider geschaffene Kruzifix, das "Eisinger Riemenschneiderkreuz".
Das evangelische Gemeindezentrum mit der Philippuskirche wurde 1998 für die evangelischen Christen aus Eisingen, Kist und Waldbrunn gebaut.
Mit der St. Josefskirche im St. Josefs-Stift gibt es im Ort insgesamt 3 Kirchen.
Die Gemeinde hat in den letzten Jahren dank günstiger Finanzlage ein großes Investitionsvolumen abgewickelt. Größere Baumaßnahmen waren die Sanierung von Kanal- und Wasserleitungen in der Hauptstraße wie um Kirche und Rathaus, verbunden mit einer Neugestaltung des Straßenraums im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms des Freistaats Bayern, die Friedhofserweiterung, die Erschließung von Wohnbaugebieten und des etwa neun Hektar großen Gewerbegebiets "Landwehr" nördlich des Erbachshofes. Das Gewerbegebiet soll die Infrastruktur Eisingens durch Erhalt und Neuansiedlung vor allem von mittelständischen Betrieben aus dem Bereich des Handwerks, Handels und des Dienstleistungssektors weiter verbessern. Mehr als 60 Betriebe der verschiedensten Art sind in Eisingen tätig.
Höhepunkt der gemeindlichen Investitionstätigkeit waren der Bau einer Schulsporthalle und die Sanierung mit Anbau der alten Turnhalle als Mehrzweckhalle (Erbach-Halle).
Ganz wichtig war für die Gemeinde auch, dass im Dezember 1996 der Anschluss an das Erdgasnetz der Stadtwerke Würzburg AG vollzogen werden konnte und damit eine umweltfreundliche Energie auch in Eisingen zu Verfügung steht.



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