Im Sommersemester 2011 Rekordzahl an Studierenden

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Zahl der Studienanfänger hat sich fast verdreifacht

Im Sommersemester 2011 studierten an Bayerns Hochschulen 275 480 junge Menschen. 13 147 nahmen erstmals ein reguläres Hochschulstudium auf. Die Zahl der Studienanfänger hat sich damit gegenüber dem Sommersemester des Vorjahres (4 937) fast verdreifacht. Zusätzlich immatrikulierten sich 3 593 junge Menschen in einem speziellen Studienangebot, mit dem sie sich u. a. auf einen Fachstudiengang vorbereiten können, der erst im kommenden Wintersemester beginnt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ist dieser starke Andrang an Bayerns Hochschulen vor allem auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 zurückzuführen. Auch für das kommende Wintersemester sind überdurchschnittlich hohe Anfängerzahlen zu erwarten.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mittelt, studierten im Sommersemester 2011 an Bayerns Hochschulen 275 480 junge Menschen. Dies waren 8,2 Prozent mehr als im Sommersemester des Vorjahres (254 555 Studierende). Damit gab es in Bayern so viele Studierende wie nie zuvor in einem Sommersemester.

Die Studierendenzahlen stiegen an Universitäten um 8,9 Prozent auf 185 539 Studierende (einschl. philosophisch-theologische Hochschulen) und damit etwas stärker als an Fachhochschulen (einschl. Verwaltungsfachhochschulen), die einen Zuwachs um 7,0 Prozent auf 86 896 Studierende meldeten. Kunsthochschulen verzeichneten dagegen nur einen Zuwachs um 1,1 Prozent auf 3 045 Studierende. Knapp die Hälfte der Studierenden (48,8 Prozent) waren Frauen. Wie in den vorangegangenen Jahren waren Studentinnen in den Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (Frauenanteil: 72 3 Prozent), Kunst- und Kunstwissenschaften (65,7 Prozent) sowie Human-, Veterinärmedizin und Gesundheitswissenschaften (65,4 Prozent) überproportional vertreten.

Die Zahl der Studienanfänger (Studenten im ersten Hochschulsemester) lag in den Sommersemestern 2000 bis 2010 im Durchschnitt bei 4 640 Personen. 2011 schrieben sich dagegen 13 147 junge Menschen an bayerischen Hochschulen erstmals für einen regulären Studiengang ein. Das waren fast dreimal so viele Erstsemester wie im Vorjahr (4 937). Dieser starke Anstieg der Anfängerzahlen ist vor allem auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 zurückzuführen, zum Teil aber auch auf die faktische Abschaffung der Wehrpflicht. Die Absolventen des letzten G9-Jahrgangs konnten sich mit einem vorläufigen Bewerbungszeugnis bereits für das Sommersemester an den Hochschulen bewerben. Von den 13 147 Studienanfängern hatten 4 630 ihre Hochschulzugangsberechtigung gerade erst erworben. Dabei handelte es sich nahezu ausnahmslos um Abiturienten des letzten G9-Jahrgangs. Zur Entzerrung der Situation haben die Hochschulen ihr Studienangebot auch dadurch ausgeweitet, dass zusätzlich im Sommersemester 2011 Studiengänge aufgenommen werden konnten, die davor nur im Wintersemester begannen. Daher liegt auch die Zahl der Erstimmatrikulierten, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Vorjahr erworben haben, mit 8 517 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Hälfte dieser Studienanfänger hatte in Bayern die Hochschulzugangsberechtigung erworben.

Grafische Darstellung der Studienanfänger und Studierende in Bayern seit 1996 (jeweils Sommersemester)

Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - PM vom 27.09.2011

   
   
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