Zukunftskonzept für bayerische Hochschulen

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat am 18.01.2011 gemeinsam mit Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch bei einem Treffen mit den Präsidenten der bayerischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Kunsthochschulen die im Doppelhaushalt 2011/ 2012 geplanten Maßnahmen zum Ausbau und zur Stärkung der bayerischen Hochschulen vorgestellt.

Seehofer: „Unsere Hochschulen leisten eine hervorragende Arbeit, die auch international anerkannt ist. Dafür danke ich. Diese Leistung unserer Hochschulen ist Arbeit für die Zukunft unseres Landes. Wir sind uns mit unseren Hochschulen einig, dass der erwartete Anstieg der Studentenzahlen eine große Chance für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern ist, die wir im Freistaat offensiv nutzen wollen.“ Seehofer unterstrich, dass die Staatsregierung mit dem Doppelhaushalt und ihrem Zukunftskonzept Aufbruch Bayern alles daran setze, den Freistaat im internationalen Wettbewerb als leistungsfähigen, attraktiven und erfolgreichen Forschungs- und Hochschulstandort zu stärken. Seehofer: „Wenn es um die besten Bedingungen für Wissenschaft und Lehre in Bayern geht, können unsere Hochschulen auf die Staatsregierung zählen. Wir halten Wort.“

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betonte: „Ich bin sehr froh, dass wir im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs die Hochschulen in ihren Aufgaben so nachhaltig unterstützen können. Die Ausbauplanung mit 38.000 neuen Studienplätzen und einem Finanzvolumen von 225,9 Mio. Euro pro Jahr wird unverändert fortgeführt. Das Innovationsbündnis 2013, das der Freistaat mit den Hochschulen geschlossen hat, wird an jeder einzelnen Hochschule eingehalten. Außerdem wird es an den Hochschulen keinerlei Kürzungen im Personalbereich geben.“ Seehofer und Heubisch erläuterten, dass im Doppelhaushalt 2011/12 für die Hochschulen eine weit überdurchschnittliche Steigerung des Ausgabenvolumens vorgesehen ist.

Die Hochschulpräsidenten zeigten sich erfreut über die Prioritätensetzung im Bereich Bildung. Sie benannten aber auch die Herausforderungen durch weiter steigende Studierendenzahlen beispielsweise aufgrund der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011.

In Bayern werden durch den doppelten Abiturjahrgang für 2011 rund 76.000 und für 2012 rund 72.000 Studienanfänger erwartet. Die Aussetzung der Wehrpflicht führt 2011 und 2012 zu mindestens 5500 weiteren Studienanfängern.


Prioritäten für Bayerns Hochschulen heißt im Einzelnen:


Deutlich steigendes Finanzvolumen:

Für 2011 steigt das Ausgabevolumen alleine für die Hochschulen in Bayern um 144,8 Millionen auf 2,7618 Milliarden. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 5,53 Prozent.

In 2012 ergibt sich dann eine weitere Steigerung von 133 Millionen auf 2,8948 Milliarden Euro (erneute Steigerung um 4,82 Prozent).


Mehr Studienplätze:

Mit dem Innovationsbündnis hat sich Bayern verpflichtet, 38.000 zusätzliche Studienplätze einzurichten und das wird in vollem Umfang realisiert.


Mehr Personal:

Hierzu werden 3.000 neue Personalstellen geschaffen.


Zusätzliche Raumkapazitäten:

Durch neue Baumaßnahmen im Gesamtvolumen von rund 470 Millionen Euro sowie durch Anmietungen in einem Volumen von jährlich rund 15 Millionen Euro wird die Hochschullandschaft in Bayern massiv erweitert und modernisiert.


Ausweitung der Studienangebote für das Sommersemester 2011:

Neben der Entzerrung der Abiturtermine von G9 und G8 werden die Möglichkeiten für einen Studienbeginn zum Sommersemester im Jahr 2011 deutlich ausgeweitet. Dies gilt auch für viele zulassungsbeschränkte Studiengänge. In über 300 Studiengängen können die Studenten in Bayern ab diesem Sommersemester starten. Alle G-9-Abiturienten haben bereits im Dezember 2010 ein Bewerbungszeugnis für die Eignungsfeststellungsprüfungen an den Hochschulen erhalten. Daneben wird es zur Überbrückung ganz spezielle Zusatzangebote beispielsweise für Sprach- und EDV-Kurse sowie für Grundlagenkurse geben.


Volle Unterstützung für die nächste Runde der Exzellenzinitiative:

Auch 2011 / 2012 soll die Unterstützung der bayerischen Hochschulen im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs der Exzellenzinitiative sichergestellt werden.


Sondersituation: Aussetzung der Wehrpflicht

Bayern hat bereits vor Weihnachten Verhandlungen mit der Bundesregierung dazu aufgenommen und auch bereits eine erste Einigung darüber erzielt, dass der Hochschulpakt mit dem Bund in diesem Punkt deutlich aufgestockt wird. Um eine gute Lösung im Interesse der Studenten für das Wintersemester 2011/12 zu erreichen, wird das Wissenschaftsministerium dem Ministerrat im Februar eine Gesamtkonzeption vorlegen.


Bayerische Staatskanzlei - PM vom 18.01.2011

   
   
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