Nachtrag zur 2. Würzburger Integrationsfahrradtour

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Würzburg – „Wie weit seid ihr denn gekommen?“ Mit dieser Frage wurden viele Radler der 2. Würzburger Integrationsfahrradtour des Erthal-Sozialwerks (ESW) bei ihrer Rückkehr auf den Viehmarktparkplatz in Würzburg begrüßt. Auf der insgesamt 54 km langen Route von Würzburg und Mühlbach (bei Karlstadt) und zurück konnten die 205 Teilnehmer mit und ohne Behinderung selbst wählen, welche Strecke sie sich zutrauten. Während die beiden Radsport begeisterten Männer, Andreas Hohlig und Erich Sonnenberg, die gesamte Tour in Rekordzeit absolvierten, ließen sich Carmen Hümmer und ihre kleine Tochter Lea mehr Zeit. Mit Inlinern und Handbike fuhren sie gemeinsam bis zum Erlabrunner Weiher und sammelten damit zwei von vier Kontrollstempeln.

„Egal wie viel und wie schnell jemand fährt, dabei sein ist alles“, erklärt Hermann Lutz Abteilungsleiter des Fahrradservice Sanderstraße, der die Idee zu dieser öffentlichkeits¬wirksamen Aktion der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des Erthal-Sozialwerks hatte. „Unsere Idee war es, eine Gelegenheit zu schaffen, damit sich behinderte und nicht behinderte Menschen ungezwungen begegnen können“. Tatsächlich präsentierte sich am Sonntag der Radweg entlang des Mains in einer ungewohnt bunten Vielfalt verschiedener Zweiradtypen: vom Tandem zum Elektrofahrrad, vom Handbike zum Rollfiets für Menschen mit Behinderung.

Bunt war auch die Zahl der Unterstützer der Würzburger Integrations¬fahrradtour, die unter der Schirmherr¬schaft des Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel stand. Zu den bekannten Teilnehmern zählten Stadtrat Patrick Friedl (Die Grünen) und Landtagsabgeordneter Manfred Ländner (CSU). „Ohne die Unterstützung von zahlreichen Helfer und Sponsoren wäre es nicht möglich gewesen, die Integrationsfahrradtour zu veranstalten“, sagte ESW-Werkstattleiter Hans-Friedrich Schulz. Für die notwendige Sicherheit und Verpflegung auf der Strecke sorgten die Streckenposten des Bayerischen Roten Kreuzes aus Rottendorf. Die Pfadfinderschaft St. Georg aus Würzburg verteilte kostenloses Obst zur Stärkung, das vom  Pavillon der Obst- und Gemüsegroßhandlung Schraud und Baunach gespendet wurde. Am Startplatz war ein buntes Programm geboten, das vom Jugendblasorchester Kürnachtal und der Körnier Dorfmusik musikalisch umrahmt wurde. Die AOK Würzburg schenkte den AOK-Gesundheitsdrink aus, die Verkehrserzieher der Polizei Würzburg klärten über die Verkehrsicherheit von Fahrrädern auf und die Umweltstation der Stadt Würzburg demonstrierte, wie man mit Muskelkraft Wasser erwärmen kann.

Insgesamt 26 Firmen der Region unterstützen die Integrationsfahrradtour mit Geld- oder Sachspenden. So konnten bei der abschließenden Tombola neben zahlreichen Kleinpreisen attraktive Hauptgewinne verlost werden. Familie Gehr aus Hettstadt freute sich über einen Busreisegutschein von Prima Sonntag. Valentina König durfte ein Winora-Jugendfahrrad in Empfang nehmen. Manfred Schmitt, Katharina Prax, Florian Baul und Armin Dietl werden die Gastfreundschaft des Hotel Mercure genießen können und Christine Burkard, Manfred Luksch, Michaela Lutz, Lothar Fiederling, Adam Rico sowie Armin Förster freuen sich über Reisegutscheine der Deutschen Bahn-Mainfrankenbahn. Den Pokal der stärksten teilnehmende Gruppe, den die Main Post gestiftet hatte, fuhren die Mainfränkischen Werkstätten ein. Sie waren mit 30 Personen an der Tour vertreten.


Bildunterschrift
Der Höhepunkt des Tages war die Fahrradsegnung, mit der Pfarrer Werner Vollmuth der Tour einen würdigen Abschluss gab. „Wir segnen nicht nur die Räder, sondern vor allem die Menschen, die diese benutzen“, sagte Vollmuth, „Wir alle sind zu einem rücksichtsvollen Umgang im Straßenverkehr aufgerufen - Foto: Dr. Andrea Schödl

   
   
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