Reichtum und Armut - Zwei Herausforderungen Gottes

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Studierende aus Bayern diskutieren im Exerzitienhaus „Himmelspforten“

Würzburg - Das Seminar „Reichtum und Armut. Zwei Herausforderungen Gottes“ führte dreißig Studierende aus ganz Bayern in das Exerzitienhaus „Himmelspforten“ in Würzburg, um sich unter der Leitung von Professor Dr. Erich Garhammer und Dr. Bernhard Spielberg (Universität Würzburg) über das Thema aus theologischer Sicht auszutauschen.

Nach vielen informativen Fachreferaten und angeregten Diskussionen stand am Nachmittag für die Studierenden der Theologie und Caritaswissenschaften ein Perspektivenwechsel auf dem Programm. Dazu war Barbara Stehmann, die Leiterin des Projekts „artGERECHT – Ausdruck und Verstehen der Lebenswelt wohnungsloser Menschen durch Kunst und Kultur“ des Fördervereins Wärmestube eingeladen, um mit zwei Projektteilnehmern über das Leben auf der Straße zu berichten.

Klaus Maiwald und Michaela Kabuth erzählten eindrücklich aus ihren bewegten Biographien. Mit Fotos illustrierten sie ihre Erzählungen und stießen auf interessierte Zuhörer. „Für mich war es spannend zu erleben, auf welch großes Interesse meine Lebensgeschichte stößt“, sagt Michaela Kabuth. Die Studierenden waren sich einig, dass diese Begegnung für beide Seiten nachhaltig war:  „Unsere Welten sind auf den ersten Blick zwar sehr verschieden, aber wir gleichen uns doch in vielen Sehnsüchten“, meinte eine Studierende. Durch das Gespräch änderte sich bei vielen Teilnehmern der Blick auf die Thematik von „Armut und Reichtum“. „Auch wenn Wohnungslose materiell arm sind, verfügen sie über einen großen Erfahrungsschatz, also einen immateriellen Reichtum“, äußerte ein Teilnehmer. Dennoch wurde auch deutlich, wie sehr Armut das Leben psychisch und physisch einschränken kann. Mit diesem Aspekt von Armut wird sich der Caritasverband im Rahmen ihrer diesjährigen Jahreskampagne „Armut macht krank“ intensiv auseinandersetzen.

 

Fotos: Barbara Stehmann

   

   
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