10 Prozent weniger Kinder in Bayern seit 2000

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Besonders stark ist der Rückgang an Kindern unter sechs Jahren

Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lebten den Ergebnissen des Mikrozensus 2010 zufolge in bayerischen Familien rund 2,11 Millionen ledige Kinder unter 18 Jahren, was einem Anteil von 16,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Entwicklung der Kinderzahlen im Freistaat war dabei durch ein deutliches Absinken um 10 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 gekennzeichnet. Vier von fünf Kindern lebten 2010 bei verheirateten Eltern und knapp jedes vierte Kind wuchs ohne Geschwister auf.

Kinder unter ...
Nach Ergebnissen des Mikrozensus 2010, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, lebten 2010 in Bayern insgesamt rund 2,11 Millionen ledige Kinder unter 18 Jahren. Das entspricht einem Anteil von 16,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung (12,51 Mill.). Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der minderjährigen ledigen Kinder damit um 1,4 Prozent. Die demographische Entwicklung sinkender Kinderzahlen lässt sich auch im Zehn-Jahres-Vergleich nachweisen: Verglichen mit dem Jahr 2000 nahm die Zahl der Kinder um rund 234 000 oder 10 Prozent ab. Zu den Kindern unter 18 Jahren zählen hierbei ledige Personen ohne Lebenspartner/in und ohne eigene Kinder im Haushalt, die mit mindestens einem Elternteil in einer Familie zusammen lebten. Neben den leiblichen Kindern umfassen die genannten Zahlen aber auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder.

Betrachtet man nur Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren, so spiegeln sich für die Erhebung 2010 gegenüber der Situation im Jahr 2000 noch markantere Geburtenrückgänge in den Kinderzahlen wider. Damals gab es 377 000 Kinder im Alter von unter drei Jahren, während es im Jahr 2010 nur noch 304 000 waren ( 19,4 Prozent). Auch bei der Anzahl der drei- bis unter sechsjährigen Kinder war innerhalb der letzten zehn Jahre eine relativ große Abnahme von 374 000 auf 313 000 (-16,3 Prozent) zu beobachten.

Als dominierende Familienform, in der die minderjährigen Kinder 2010 aufwuchsen, erwies sich nach wie vor mit 81,2 Prozent die traditionelle Ehe, wobei der entsprechende Anteil im Jahr 2000 noch bei 85,1 Prozent lag. Diese Veränderung innerhalb der letzten zehn Jahre ist sowohl auf eine gestiegene Anzahl von Alleinerziehenden als auch von Lebensgemeinschaften zurückzuführen. Während zehn Jahre zuvor 349 000 ledige Kinder von einem alleinerziehenden Elternteil oder unverheiratet zusammenlebenden Eltern erzogen wurden, waren es 2010 rund 396 000, was einer Steigerung um 13,5 Prozent für diese beiden Familienformen gleichkommt.

Knapp ein Viertel aller minderjährigen Kinder (23,2 Prozent) wuchs als Einzelkind auf. Rund die Hälfte (49,7 Prozent) hatte ein Geschwisterkind und ein Fünftel (20,6 Prozent) zwei Geschwister. Dass ein Kind drei oder mehr Brüder und/oder Schwestern hatte, war jedoch eher eine Seltenheit. Nur 6,5 Prozent der minderjährigen Kinder lebten in solchen kinderreichen Familien.

Hinsichtlich der Erwerbstätigkeit der Eltern lässt sich festhalten, dass bei über der Hälfte (56,4 Prozent) der Kinder beide Elternteile aktiv erwerbstätig waren, das heißt sie übten in der Woche vor der Befragung auch tatsächlich eine Berufstätigkeit aus und waren nicht – zum Beispiel wegen Urlaub oder Elternzeit – vorübergehend vom Arbeitsplatz abwesend. Bei fast einem weiteren Drittel der Kinder (32,4 Prozent) war entweder nur der Vater oder die Mutter aktiv erwerbstätig. Jedes neunte Kind (11,2 Prozent) wuchs in einer Familie auf, bei der kein Elternteil in der Berichtswoche einer Erwerbstätigkeit nachging.

 

Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung - PM vom 03.08.2011

   
   
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